Lebensmittel mit Kupfer: die besten kupferreichen Quellen und warum der Körper das Spurenelement braucht

Kupfer gehört zu jenen Spurenelementen, die im Alltag kaum Beachtung finden und die der Körper doch täglich in kleinen Mengen braucht. Es ist nur in winzigen Konzentrationen vorhanden, übernimmt dort aber eine erstaunliche Vielfalt an Aufgaben: von der Energiegewinnung über die Bildung von Bindegewebe und Blutgefäßen bis zur Verwertung von Eisen und zur Funktion von Nerven und Immunsystem. Die gute Nachricht ist, dass sich der Bedarf für die allermeisten Menschen über eine abwechslungsreiche Ernährung decken lässt, sobald man weiß, welche Lebensmittel viel Kupfer liefern.
Dieser Ratgeber führt Sie durch das Thema Kupfer in der Ernährung. Sie erfahren, warum Kupfer so wichtig für den Körper ist, welche tierischen und pflanzlichen Lebensmittel besonders kupferreich sind, wie Kupfer mit Eisen zusammenwirkt, wie viel Kupfer als Orientierung gilt, was ein Kupfermangel bedeutet und wer ein höheres Risiko trägt, und warum auch zu viel Kupfer mit Vorsicht zu betrachten ist. Alle Aussagen stützen sich auf öffentlich zugängliche Quellen wie die Harvard T.H. Chan School of Public Health (The Nutrition Source) und MedlinePlus (Nationale Medizinbibliothek der USA). Dieser Text dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Warum Kupfer so wichtig für den Körper ist
Kupfer ist ein essenzielles Spurenelement, das der Körper für eine ganze Reihe grundlegender Vorgänge benötigt. Harvard beschreibt, dass Kupfer verschiedene Enzyme unterstützt, die Energie für den Körper bereitstellen, Eisen abbauen und aufnehmen sowie rote Blutkörperchen, Kollagen, Bindegewebe und Botenstoffe im Gehirn bilden. Schon diese Aufzählung zeigt, wie breit das Spurenelement im Stoffwechsel eingesetzt wird, auch wenn die Gesamtmenge im Körper klein ist.
Eine zentrale Rolle spielt Kupfer bei der Energiegewinnung. Laut Harvard ist es an Enzymen beteiligt, die mithelfen, Energie für den Körper zu erzeugen. Daneben ist Kupfer wichtig für den Aufbau von Strukturgewebe. Harvard nennt ausdrücklich die Bildung von Kollagen und Bindegewebe, also jener Strukturen, die Haut, Sehnen, Bänder und Gefäßwände stabil halten. MedlinePlus ergänzt diese Sicht, indem es Kupfer mit der Erhaltung gesunder Blutgefäße in Verbindung bringt.
Auch für Nerven und Immunsystem ist Kupfer relevant. MedlinePlus führt an, dass Kupfer dazu beiträgt, gesunde Nerven und ein funktionierendes Immunsystem zu erhalten. Harvard ergänzt, dass Kupfer eine Rolle für die normale Gehirnentwicklung und für die Funktion des Immunsystems spielt und an der Bildung von Botenstoffen im Gehirn beteiligt ist, das den Körper unter anderem gegen Infekte wie die Grippe verteidigt. Hinzu kommt eine antioxidative Funktion: Laut Harvard ist Kupfer Bestandteil der Superoxiddismutase, eines antioxidativen Enzyms, das Zellen vor bestimmten schädlichen Prozessen schützt.
Besonders eng ist die Verbindung zwischen Kupfer und Eisen. MedlinePlus beschreibt, dass Kupfer zusammen mit Eisen dem Körper hilft, rote Blutkörperchen zu bilden, und die Aufnahme von Eisen unterstützt. Harvard erklärt entsprechend, dass kupferabhängige Enzyme am Abbau und an der Verwertung von Eisen beteiligt sind. Vereinfacht gesagt: Damit Eisen im Körper richtig genutzt werden kann, ist auch Kupfer nötig. Wer mehr über die Rolle von Eisen wissen möchte, findet weiterführende Hinweise im Artikel über Lebensmittel mit Eisen.

Welche Lebensmittel viel Kupfer enthalten
Die zentrale Frage lautet für viele: Wo steckt eigentlich Kupfer drin? Die gute Nachricht ist, dass Kupfer in zahlreichen ganz unterschiedlichen Lebensmitteln vorkommt, tierischen wie pflanzlichen. Harvard fasst zusammen, dass Kupfer in den höchsten Mengen vor allem in Innereien, Schalentieren, Fisch, Nüssen und Samen sowie in Vollkornprodukten und Schokolade enthalten ist. MedlinePlus zählt als gute Quellen Schalentiere, Vollkorn, Bohnen, Nüsse, Kartoffeln und Innereien auf und ergänzt dunkles Blattgemüse, getrocknete Früchte, Kakao und schwarzen Pfeffer.
Innereien
Innereien gehören laut beiden Quellen zu den kupferreichsten Lebensmitteln überhaupt. Harvard nennt ausdrücklich Rinderleber als besonders reichhaltige Quelle, MedlinePlus führt Innereien wie Leber und Niere an. Innereien sind für viele Menschen Geschmackssache und werden nicht täglich gegessen, liefern aber, wenn sie auf dem Speiseplan stehen, eine vergleichsweise hohe Menge Kupfer.
Schalentiere und Austern
Auch Meeresfrüchte stechen heraus. Harvard nennt Austern und Krabben sowie Lachs unter den kupferreichen Lebensmitteln, MedlinePlus hebt Schalentiere und ausdrücklich Austern hervor. Schalentiere wie Austern zählen damit zu den ergiebigsten tierischen Kupferquellen und passen gut zu einer abwechslungsreichen, fischbetonten Ernährung.
Nüsse und Samen
Für eine pflanzliche Ausrichtung sind Nüsse und Samen besonders interessant. Harvard nennt Cashewkerne sowie Sonnenblumen- und Sesamkerne als kupferreiche Optionen. Sie lassen sich leicht in den Alltag einbauen, etwa als Snack, im Müsli, über den Salat gestreut oder als Mus. Damit gehören Nüsse und Samen zu den praktischsten Kupferquellen für alle, die wenig oder kein Fleisch essen.
Vollkornprodukte
Vollkorn ist eine weitere verlässliche Quelle. Harvard nennt Vollkornnudeln und Hirse, MedlinePlus führt Vollkorn allgemein auf. Da Vollkornprodukte ohnehin Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sind, tragen sie nebenbei zur Kupferzufuhr bei, ohne dass man besonders darauf achten müsste.
Hülsenfrüchte
Hülsenfrüchte runden das pflanzliche Spektrum ab. Harvard nennt Kichererbsen, MedlinePlus führt Bohnen unter den guten Quellen auf. Kichererbsen, Bohnen und Linsen sind vielseitig, sättigend und liefern neben Kupfer weitere Nährstoffe, weshalb sie in vielen Ernährungsweisen einen festen Platz haben.
Kakao und dunkle Schokolade
Eine angenehme Überraschung für viele: Kakao und dunkle Schokolade gehören ebenfalls zu den kupferhaltigen Lebensmitteln. Harvard nennt dunkle Schokolade ausdrücklich, MedlinePlus führt Kakao auf. Das macht dunkle Schokolade zu einer schmackhaften, wenn auch energiereichen Quelle, die am besten in Maßen genossen wird.
Weitere Quellen
Über die genannten Gruppen hinaus nennen die Quellen weitere Lebensmittel. Harvard führt Kartoffeln und Spinat auf, MedlinePlus ergänzt dunkles Blattgemüse, getrocknete Früchte wie Pflaumen und schwarzen Pfeffer. So zeigt sich, dass Kupfer breit über viele Lebensmittelgruppen verteilt ist, was die Versorgung im Rahmen einer vielfältigen Kost erleichtert.
Kupferreiche Lebensmittel im Überblick
| Lebensmittelgruppe | Beispiele laut Harvard und MedlinePlus |
|---|---|
| Innereien | Rinderleber, Niere |
| Schalentiere und Fisch | Austern, Krabben, Lachs |
| Nüsse und Samen | Cashewkerne, Sonnenblumenkerne, Sesamkerne |
| Vollkornprodukte | Vollkornnudeln, Hirse, Vollkorn allgemein |
| Hülsenfrüchte | Kichererbsen, Bohnen |
| Kakao und Schokolade | dunkle Schokolade, Kakao |
| Weitere | Kartoffeln, Spinat, dunkles Blattgemüse, getrocknete Pflaumen, schwarzer Pfeffer |
Diese Übersicht ordnet die in den Quellen genannten Lebensmittel nach Gruppen. Sie ist als allgemeine Orientierung gedacht und nicht als Mengenangabe. Wer auf eine gute Kupferversorgung achtet, profitiert vor allem von der Vielfalt: Eine Mischung aus tierischen und pflanzlichen Quellen deckt den Bedarf für die meisten Menschen ab.
Wie viel Kupfer der Körper braucht
Eine pauschale Antwort auf die Frage nach der richtigen Kupfermenge gibt es nicht, denn der Bedarf hängt unter anderem vom Alter und von der Lebensphase ab. Was es gibt, sind Referenzwerte, die als Orientierung dienen. MedlinePlus nennt Werte, die mit dem Alter ansteigen: Für Jugendliche und Erwachsene ab 14 Jahren werden etwa 890 bis 900 Mikrogramm pro Tag genannt, für Schwangere rund 1.000 Mikrogramm und in der Stillzeit etwa 1.300 Mikrogramm. Für Säuglinge und Kinder liegen die Werte entsprechend niedriger.
Harvard nennt für Erwachsene ab 19 Jahren ebenfalls 900 Mikrogramm pro Tag, für Männer wie für Frauen, und in Schwangerschaft und Stillzeit höhere Werte. Wichtig ist, diese Zahlen als allgemeine Orientierung zu verstehen, nicht als starre Vorgabe für den Einzelfall. Beide Quellen betonen, dass die meisten Menschen ihren Kupferbedarf über eine ausgewogene Ernährung decken. Mit anderen Worten: Wer abwechslungsreich isst, muss in der Regel nicht aktiv auf einzelne Milligramm achten.
Kupfermangel: selten, aber für bestimmte Gruppen relevant
Ein Kupfermangel ist bei gesunden Menschen die Ausnahme. Harvard hält fest, dass ein Mangel bei gesunden Menschen in den USA selten ist, und auch MedlinePlus betont, dass die meisten Menschen genug Kupfer über die Nahrung aufnehmen. Dennoch gibt es Situationen und Gruppen, in denen ein Mangel auftreten kann, und es lohnt sich, sie zu kennen.
Harvard nennt als Risikogruppen vor allem Menschen mit genetischen Störungen sowie mit Resorptionsstörungen, also Erkrankungen, bei denen der Darm Nährstoffe schlechter aufnimmt. Beispielhaft werden Morbus Crohn und Zöliakie genannt. Eine besondere Form ist die Menkes-Krankheit, eine seltene vererbte Störung des Kupferstoffwechsels, bei der die Aufnahme stark beeinträchtigt ist. MedlinePlus beschreibt die Menkes-Krankheit als seltene vererbte Erkrankung, die den Kupferstoffwechsel betrifft.
Ein weiterer, oft übersehener Faktor ist die Wechselwirkung mit Zink. Harvard weist darauf hin, dass eine sehr hohe Zufuhr von Zink, besonders aus Nahrungsergänzungsmitteln, die Aufnahme von Kupfer blockieren und so zu einem Mangel beitragen kann. Das ist ein guter Grund, hochdosierte Zinkpräparate nicht über lange Zeit eigenmächtig einzunehmen, sondern eine solche Einnahme ärztlich begleiten zu lassen.
Wie macht sich ein Kupfermangel bemerkbar? Harvard nennt als mögliche Anzeichen unter anderem Blutarmut, erhöhte Cholesterinwerte, Knochenschwund mit Knochenbrüchen, häufigere Infekte und einen Verlust von Hautpigment, der auch für Haut und Haar eine Rolle spielt. MedlinePlus ergänzt, dass ein unzureichendes Kupferangebot zu Blutarmut und Osteoporose beitragen kann. Diese Anzeichen sind allerdings sehr unspezifisch und können viele andere Ursachen haben. Deshalb lässt sich aus solchen Symptomen allein kein Mangel ableiten. Klarheit bringt nur eine ärztliche Abklärung, unter anderem über eine Blutuntersuchung.

Zu viel Kupfer: warum Vorsicht angebracht ist
So wichtig Kupfer ist, gilt für dieses Spurenelement das Gleiche wie für viele Nährstoffe: Mehr ist nicht automatisch besser. MedlinePlus formuliert es deutlich und stellt fest, dass Kupfer in großen Mengen giftig ist. Harvard nennt für Erwachsene ab 19 Jahren eine tolerierbare obere Aufnahmemenge von 10.000 Mikrogramm pro Tag als oberste Grenze, die nicht überschritten werden sollte.
Beruhigend ist, dass eine Vergiftung über normale Lebensmittel sehr selten ist. Harvard beschreibt, dass eine übermäßige Kupferzufuhr aus korrodierten Kupfer- oder Messinggefäßen zwar möglich, aber extrem ungewöhnlich ist. Im Alltag und bei einer üblichen Ernährung besteht für gesunde Menschen also kaum die Gefahr, zu viel Kupfer aufzunehmen. Anders sieht es bei genetischen Erkrankungen aus, bei denen der Körper Kupfer nicht richtig ausscheiden kann.
Morbus Wilson
Die bekannteste dieser Erkrankungen ist der Morbus Wilson. MedlinePlus beschreibt ihn als seltene vererbte Erkrankung, die verhindert, dass der Körper überschüssiges Kupfer loswird. Normalerweise gibt die Leber überschüssiges Kupfer mit der Galle ab. Beim Morbus Wilson reichert sich das Kupfer in der Leber an und gelangt von dort direkt in den Blutkreislauf, sodass es sich in Organen ansammelt. Betroffen sein können laut MedlinePlus Leber, Gehirn, Nieren und Augen. Ein charakteristisches Zeichen ist ein rostbrauner Ring um die Hornhaut, der Kayser-Fleischer-Ring.
Der Morbus Wilson ist bei der Geburt vorhanden, doch die Symptome beginnen laut MedlinePlus meist zwischen dem 5. und 35. Lebensjahr. Die Erkrankung betrifft zunächst die Leber oder das zentrale Nervensystem. Für Menschen mit Morbus Wilson spielt die Ernährung eine besondere Rolle: MedlinePlus rät, Schalentiere und Leber zu meiden, weil diese viel Kupfer enthalten können, und zu Beginn der Behandlung auch Schokolade, Pilze und Nüsse zu vermeiden. Zusätzlich empfiehlt MedlinePlus, das Trinkwasser auf Kupfer prüfen zu lassen und Multivitaminpräparate mit Kupfer zu meiden.
Wichtig zur Einordnung: Diese strengen Vorgaben gelten für eine konkrete, ärztlich begleitete Erkrankung. Sie sind keine allgemeine Empfehlung für gesunde Menschen. Für die meisten Menschen sind kupferreiche Lebensmittel wie Austern, dunkle Schokolade oder Nüsse Teil einer gesunden, abwechslungsreichen Ernährung und kein Grund zur Sorge.
Kupferpräparate: für die meisten nicht nötig
Angesichts der vielen Aufgaben von Kupfer im Körper liegt die Frage nahe, ob ein Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll ist. Die Antwort der Quellen ist zurückhaltend. Sowohl Harvard als auch MedlinePlus betonen, dass die meisten Menschen ihren Kupferbedarf über eine ausgewogene Ernährung decken und ein Mangel selten ist. Für die breite Mehrheit besteht damit kein Anlass, gezielt Kupfer zu ergänzen.
Hinzu kommt der bereits beschriebene Vorbehalt: Da Kupfer in großen Mengen giftig sein kann und Harvard eine obere Aufnahmegrenze nennt, ist eine eigenmächtige hohe Zufuhr nicht ratsam. Ob ein Präparat im Einzelfall sinnvoll ist, etwa bei einer nachgewiesenen Resorptionsstörung, entscheidet die Ärztin oder der Arzt anhand der individuellen Situation. Dieser Artikel gibt bewusst keine Dosierungsempfehlungen.
Kupfer im Zusammenspiel mit anderen Nährstoffen
Kupfer wirkt im Körper nicht isoliert, sondern im Verbund mit anderen Stoffen. Am deutlichsten zeigt sich das beim Eisen. MedlinePlus beschreibt, dass Kupfer und Eisen zusammenwirken, um rote Blutkörperchen zu bilden, und dass Kupfer die Aufnahme von Eisen unterstützt. Harvard ordnet Kupfer ähnlich ein und nennt seine Beteiligung am Abbau und an der Verwertung von Eisen. Eine ausreichende Kupferversorgung ist also gewissermaßen eine stille Voraussetzung dafür, dass Eisen seine Aufgaben erfüllen kann.
Auf der anderen Seite steht das Zink. Wie beschrieben kann eine sehr hohe Zinkzufuhr laut Harvard die Kupferaufnahme blockieren. Diese Wechselwirkung verläuft also gegenläufig zur Eisenbeziehung: Während Kupfer dem Eisen hilft, kann ein Zuviel an Zink dem Kupfer schaden. Im Rahmen einer normalen, abwechslungsreichen Ernährung mit Lebensmitteln statt hochdosierten Präparaten halten sich diese Stoffe in der Regel von selbst im Gleichgewicht.
Praktische Hinweise für eine gute Kupferversorgung
Eine ausreichende Kupferzufuhr ist für die meisten Menschen kein kompliziertes Projekt, sondern ein Nebenprodukt einer vielseitigen Ernährung. Aus den von Harvard und MedlinePlus genannten Lebensmitteln lassen sich einige einfache Anhaltspunkte ableiten:
- Setzen Sie auf Vielfalt. Da Kupfer in vielen Lebensmittelgruppen vorkommt, von Schalentieren über Nüsse bis zu Vollkorn, deckt eine abwechslungsreiche Kost den Bedarf am zuverlässigsten ab, ebenso wie die Versorgung mit anderen Nährstoffen wie Vitamin D und eine gute Flüssigkeitszufuhr.
- Nutzen Sie pflanzliche Quellen. Wer wenig oder kein Fleisch isst, findet in Nüssen, Samen, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und dunklem Blattgemüse gute Kupferlieferanten, die Harvard und MedlinePlus nennen.
- Denken Sie an die Klassiker. Kichererbsen im Salat, Cashewkerne als Snack, Vollkornnudeln zum Mittag oder ein Stück dunkle Schokolade tragen nebenbei zur Versorgung bei.
- Bleiben Sie bei Präparaten vorsichtig. Hochdosierte Zinkpräparate können laut Harvard die Kupferaufnahme stören, und zu viel Kupfer ist laut MedlinePlus giftig. Ergänzungsmittel daher nur nach ärztlichem Rat.
- Bei Beschwerden ärztlich abklären lassen. Anzeichen wie anhaltende Müdigkeit, schlechter Schlaf, Kopfschmerzen oder Blutarmut können viele Ursachen haben. Ob Kupfer eine Rolle spielt, klärt nur eine ärztliche Untersuchung.
Mythen und Fakten über Kupfer in der Ernährung
"Kupfer braucht man kaum, also ist es unwichtig." Mythos. Zwar benötigt der Körper Kupfer nur in kleinen Mengen, doch laut Harvard ist es an Energiegewinnung, Eisenverwertung, der Bildung von Bindegewebe und roten Blutkörperchen sowie an Nerven- und Immunfunktionen beteiligt. Klein heißt also nicht unwichtig.
"Nur Fleisch und Innereien liefern Kupfer." Mythos. Innereien und Schalentiere sind laut Harvard und MedlinePlus zwar besonders kupferreich, doch auch Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Kakao und dunkles Blattgemüse zählen zu den Quellen. Eine pflanzliche Versorgung ist gut möglich.
"Mehr Kupfer ist immer besser." Mythos. MedlinePlus stellt klar, dass Kupfer in großen Mengen giftig ist, und Harvard nennt eine obere Aufnahmegrenze. Eine gesunde Versorgung ist Gleichgewicht, kein Maximieren.
"Kupfer und Eisen haben nichts miteinander zu tun." Mythos. MedlinePlus beschreibt, dass Kupfer die Eisenaufnahme unterstützt und mit Eisen zusammen rote Blutkörperchen bildet. Beide Spurenelemente arbeiten eng zusammen.
"Ein Kupfermangel ist weit verbreitet." Mythos. Harvard und MedlinePlus betonen, dass ein Mangel bei gesunden Menschen selten ist und vor allem bei genetischen oder Resorptionsstörungen sowie bei sehr hoher Zinkzufuhr auftritt.
"Wer dunkle Schokolade isst, tut etwas für seine Kupferversorgung." Eher wahr, mit Vorbehalt. Kakao und dunkle Schokolade zählen laut Harvard und MedlinePlus zu den Kupferquellen. Sie liefern jedoch auch Energie und sind nur ein Baustein, kein Ersatz für eine abwechslungsreiche Kost.
Zusammenfassung: das Wichtigste in Kürze
Kupfer ist ein essenzielles Spurenelement, das laut Harvard und MedlinePlus an der Energiegewinnung, der Bildung von Bindegewebe und Blutgefäßen, der Verwertung von Eisen sowie an Nerven-, Immun- und antioxidativen Funktionen beteiligt ist. Besonders kupferreich sind Innereien und Schalentiere wie Austern, dazu Nüsse und Samen, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte sowie Kakao und dunkle Schokolade. Als Orientierung nennen die Quellen für Erwachsene rund 900 Mikrogramm pro Tag, mit höheren Werten in Schwangerschaft und Stillzeit. Ein Kupfermangel ist bei gesunden Menschen selten und betrifft vor allem Personen mit genetischen oder Resorptionsstörungen sowie Menschen mit sehr hoher Zinkzufuhr. Zugleich ist Kupfer in großen Mengen giftig, weshalb Harvard eine obere Aufnahmegrenze nennt und beim Morbus Wilson besondere Ernährungsregeln gelten. Für die allermeisten Menschen gilt jedoch: Eine vielfältige Ernährung deckt den Kupferbedarf zuverlässig, ohne dass es dafür Präparate braucht. Bei konkreten Beschwerden oder Fragen ist die ärztliche Abklärung der richtige Weg.
Häufig gestellte Fragen
Welche Lebensmittel enthalten am meisten Kupfer?
Laut Harvard und MedlinePlus zählen Innereien wie Leber und Niere, Schalentiere wie Austern und Krabben sowie Fisch zu den besonders kupferreichen Lebensmitteln. Aus pflanzlicher Sicht nennen beide Quellen Nüsse wie Cashews, Samen wie Sonnenblumen- und Sesamkerne, Hülsenfrüchte wie Kichererbsen und Bohnen, Vollkornprodukte, Kartoffeln, dunkles Blattgemüse wie Spinat sowie Kakao und dunkle Schokolade. MedlinePlus ergänzt getrocknete Früchte wie Pflaumen und schwarzen Pfeffer. Eine abwechslungsreiche Mischung deckt den Bedarf für die meisten Menschen ab.
Was macht Kupfer im Körper?
Laut Harvard unterstützt Kupfer verschiedene Enzyme, die Energie bereitstellen, Eisen verwerten und rote Blutkörperchen, Kollagen, Bindegewebe und Botenstoffe im Gehirn bilden. MedlinePlus beschreibt, dass Kupfer zusammen mit Eisen an der Bildung roter Blutkörperchen mitwirkt und gesunde Blutgefäße, Nerven, das Immunsystem und die Knochen unterstützt. Harvard nennt Kupfer außerdem als Bestandteil eines antioxidativen Enzyms, der Superoxiddismutase, und als wichtig für die normale Gehirnentwicklung.
Hilft Kupfer bei der Eisenaufnahme?
Ja, beide Quellen stellen einen Zusammenhang her. MedlinePlus erklärt, dass Kupfer dem Körper hilft, Eisen aufzunehmen, und mit Eisen zusammenwirkt, um rote Blutkörperchen zu bilden. Harvard beschreibt ähnlich, dass kupferabhängige Enzyme am Abbau und an der Verwertung von Eisen beteiligt sind. Kupfer und Eisen arbeiten also eng zusammen, weshalb ein ausgeprägter Kupfermangel laut MedlinePlus unter anderem zu einer Blutarmut führen kann.
Wie viel Kupfer braucht man pro Tag?
MedlinePlus nennt Referenzwerte für die Zufuhr, die mit dem Alter steigen. Für Jugendliche und Erwachsene ab 14 Jahren werden etwa 890 bis 900 Mikrogramm pro Tag genannt, für Schwangere rund 1.000 Mikrogramm und in der Stillzeit etwa 1.300 Mikrogramm. Harvard gibt für Erwachsene ab 19 Jahren ebenfalls 900 Mikrogramm pro Tag an. Diese Angaben sind allgemeine Orientierungswerte. Die meisten Menschen decken ihren Bedarf laut beiden Quellen über eine ausgewogene Ernährung.
Wer hat ein höheres Risiko für einen Kupfermangel?
Ein Kupfermangel ist laut Harvard und MedlinePlus bei gesunden Menschen selten. Harvard nennt als Risikogruppen Personen mit genetischen Störungen sowie mit Resorptionsstörungen wie Morbus Crohn oder Zöliakie. Bei der Menkes-Krankheit, einer seltenen vererbten Störung des Kupferstoffwechsels, ist die Aufnahme stark beeinträchtigt. Harvard weist außerdem darauf hin, dass eine sehr hohe Zufuhr von Zink, etwa über Präparate, die Aufnahme von Kupfer blockieren kann.
Welche Anzeichen kann ein Kupfermangel haben?
Harvard nennt als mögliche Anzeichen einer Unterversorgung unter anderem Blutarmut, erhöhte Cholesterinwerte, Knochenschwund mit Knochenbrüchen, häufigere Infekte und einen Verlust von Hautpigment. MedlinePlus führt an, dass ein Mangel zu Blutarmut und Osteoporose beitragen kann. Diese Anzeichen sind unspezifisch und können viele andere Ursachen haben. Eine Diagnose stellt nur die Ärztin oder der Arzt, unter anderem über eine Blutuntersuchung.
Kann man zu viel Kupfer aufnehmen?
Ja, in großen Mengen ist Kupfer laut MedlinePlus giftig. Harvard nennt für Erwachsene ab 19 Jahren eine tolerierbare obere Aufnahmemenge von 10.000 Mikrogramm pro Tag als oberste Grenze. Eine Vergiftung über normale Lebensmittel ist laut Harvard sehr selten. Beim Morbus Wilson, einer seltenen vererbten Erkrankung, kann der Körper überschüssiges Kupfer nicht ausscheiden, sodass es sich in Organen ansammelt. Bei Fragen zur eigenen Zufuhr ist ärztlicher Rat sinnvoll.
Was ist Morbus Wilson?
Morbus Wilson ist laut MedlinePlus eine seltene vererbte Erkrankung, bei der der Körper überschüssiges Kupfer nicht loswerden kann. Das Kupfer reichert sich in der Leber an und gelangt von dort direkt in den Blutkreislauf, was Leber, Gehirn, Nieren und Augen schädigen kann. Ein typisches Zeichen ist ein rostbrauner Ring um die Hornhaut, der Kayser-Fleischer-Ring. Die Erkrankung ist bei der Geburt vorhanden, Symptome beginnen jedoch meist zwischen dem 5. und 35. Lebensjahr.
Sollten Menschen mit Morbus Wilson kupferreiche Lebensmittel meiden?
Laut MedlinePlus sollten Menschen mit Morbus Wilson Schalentiere und Leber meiden, weil diese viel Kupfer enthalten können. Zu Beginn der Behandlung sollten zudem Schokolade, Pilze und Nüsse vermieden werden. MedlinePlus rät außerdem, das Trinkwasser auf Kupfer prüfen zu lassen und Multivitaminpräparate mit Kupfer zu meiden. Diese Empfehlungen gelten für eine ärztlich begleitete Erkrankung und sind keine allgemeine Ernährungsregel für gesunde Menschen.
Beeinflusst Zink die Kupferaufnahme?
Ja, Harvard beschreibt, dass eine hohe Zufuhr von Zink, vor allem aus Nahrungsergänzungsmitteln, die Aufnahme von Kupfer aus der Nahrung blockieren und so zu einem Kupfermangel beitragen kann. Bei einer ausgewogenen Ernährung mit normalen Lebensmitteln spielt das in der Regel keine Rolle. Wer Zinkpräparate über längere Zeit in höherer Dosis einnimmt, sollte das ärztlich begleiten lassen. Dieser Artikel gibt keine Dosierungsempfehlungen.
Brauche ich Kupferpräparate, wenn ich mich abwechslungsreich ernähre?
Für die meisten Menschen lässt sich der Kupferbedarf über die Ernährung decken. Sowohl Harvard als auch MedlinePlus betonen, dass die meisten Menschen über eine ausgewogene Kost ausreichend Kupfer aufnehmen und ein Mangel selten ist. Ob ein Präparat im Einzelfall sinnvoll ist, entscheidet die Ärztin oder der Arzt anhand der individuellen Situation. Da Kupfer in großen Mengen giftig sein kann, ist eine eigenmächtige hohe Zufuhr nicht ratsam.
Sind dunkle Schokolade und Kakao gute Kupferquellen?
Ja, sowohl Harvard als auch MedlinePlus nennen Kakao beziehungsweise dunkle Schokolade unter den kupferhaltigen Lebensmitteln. Sie sind eine schmackhafte Möglichkeit, etwas Kupfer aufzunehmen, liefern aber zugleich Energie und sollten als Teil einer ausgewogenen Ernährung in Maßen genossen werden. Wer auf Kupfer achtet, kann auf eine Vielfalt an Quellen setzen, statt sich auf ein einziges Lebensmittel zu verlassen.
Autor
Equipe Editorial GuiaDeSaude
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