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Eiweißreiche Lebensmittel: die besten Proteinquellen und wie viel Eiweiß Sie wirklich brauchen

Von Equipe Editorial GuiaDeSaudeAktualisiert am 03. Juni 20269 Min. Lesezeit
Holztisch mit eiweißreichen Lebensmitteln wie Eiern, Hähnchenbrust, Fisch, Linsen, Bohnen, Tofu, Joghurt und Nüssen in Schalen
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Eiweiß, oft auch Protein genannt, gehört zu den Bausteinen, ohne die unser Körper schlicht nicht funktioniert. Es steckt nicht nur in den Muskeln, sondern in nahezu jedem Gewebe, von der Haut über die Haare bis zu den kleinsten Zellbestandteilen. Eiweiß liefert dem Körper die Aminosäuren und den Stickstoff, die er für den Aufbau von Zellen, Gewebe, Enzymen, Hormonen und Antikörpern braucht, und es kann zugleich Energie bereitstellen. Kein Wunder also, dass die Frage nach eiweißreichen Lebensmitteln so viele Menschen beschäftigt, ob sie sich gesünder ernähren, mehr Sport treiben oder einfach satter durch den Tag kommen möchten.

Dieser Ratgeber führt Sie durch das Thema Eiweiß in der Ernährung. Sie erfahren, warum der Körper Eiweiß braucht, an welcher allgemeinen Orientierung sich die tägliche Menge bemisst, welche tierischen und pflanzlichen Lebensmittel besonders proteinreich sind und welche davon zugleich fettarm sind. Außerdem geht es darum, wie man Quellen sinnvoll kombiniert und worauf man achten sollte. Alle Aussagen stützen sich auf anerkannte Empfehlungen aus der Ernährungswissenschaft. Dieser Text dient der Aufklärung und ersetzt keine ärztliche oder ernährungsfachliche Beratung.

Warum der Körper Eiweiß braucht

Eiweiß ist weit mehr als ein Thema für Sportlerinnen und Sportler. Es versorgt den Körper mit unentbehrlichen Aminosäuren und Stickstoff für den körpereigenen Aufbau von Proteinen. Diese körpereigenen Proteine erfüllen ganz unterschiedliche Aufgaben: Sie bilden Strukturen wie Muskeln und Bindegewebe, sie transportieren Stoffe im Blut, sie wirken als Enzyme bei zahllosen Stoffwechselvorgängen, und sie sind an der Bildung von Hormonen und Antikörpern beteiligt.

Wie allgegenwärtig Eiweiß im Körper ist, zeigt ein Blick in den Organismus. Es findet sich im ganzen Körper, in Muskeln, Knochen, Haut, Haaren und praktisch jedem anderen Körperteil oder Gewebe. Zwei anschauliche Beispiele machen das deutlich: Eiweiß bildet die Enzyme, die chemische Reaktionen im Körper ermöglichen, und es ist Bestandteil des Hämoglobins, das den Sauerstoff im Blut transportiert. Wer mehr über den roten Blutfarbstoff wissen möchte, findet im Beitrag zum Blutbild und zum MCHC-Wert weitere Erklärungen.

Aminosäuren sind dabei die kleinsten Einheiten der Proteine. Einige davon kann der Körper nicht selbst herstellen, sie heißen unentbehrliche oder essenzielle Aminosäuren und müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Genau deshalb ist es wichtig, regelmäßig eiweißreiche Lebensmittel zu essen, statt sich allein auf die körpereigenen Reserven zu verlassen.

Wie viel Eiweiß am Tag: eine allgemeine Orientierung

Bei der Frage nach der Menge lohnt sich ein nüchterner Blick auf die Zahlen, ohne sie als starre Anweisung zu verstehen. Als Referenzwert für die Proteinzufuhr bei Erwachsenen zwischen 19 und 65 Jahren gelten etwa 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Umgerechnet entspricht das ungefähr 57 Gramm Eiweiß pro Tag für Männer und etwa 48 Gramm für Frauen. Für Menschen ab 65 Jahren wird ein Schätzwert von etwa 1,0 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht angegeben, da der Bedarf im höheren Alter steigt.

Andere Fachempfehlungen kommen auf einen ähnlichen Richtwert. Häufig werden mindestens 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht und Tag genannt, was für eine Person mit etwa 64 Kilogramm grob 50 Gramm täglich bedeutet. Diese Größenordnungen liegen also nah beieinander. Wichtig ist: Solche Werte sind Orientierungspunkte für gesunde Erwachsene und keine individuelle Vorgabe. Der tatsächliche Bedarf hängt von Alter, Körpergewicht, Lebenssituation und Gesundheit ab.

Für einige Gruppen liegt der Bedarf höher. Schwangere brauchen je nach Trimester etwa 0,9 bis 1,0 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht, Stillende etwa 1,2 Gramm. Auch Leistungssportlerinnen und Leistungssportler mit mehreren Stunden Training pro Woche haben einen erhöhten Bedarf. Bemerkenswert ist aber eine Einordnung: Erwachsene Breitensportlerinnen und Breitensportler benötigen keine erhöhte Proteinzufuhr. Wer also gelegentlich joggt oder ins Fitnessstudio geht, kommt in der Regel mit der normalen Empfehlung gut zurecht.

Auswahl eiweißreicher Lebensmittel wie Eier, Hähnchenbrust, Lachs, Linsen, Kichererbsen, Tofu, Joghurt und Mandeln nebeneinander auf einem Holzbrett
Eiweiß steckt sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Lebensmitteln, sodass sich für fast jede Ernährungsweise passende Quellen finden.

Die besten tierischen Eiweißquellen

Tierische Lebensmittel gelten als besonders ergiebige Eiweißlieferanten, und das hat einen Grund. Tierische Proteine enthalten in der Regel alle unentbehrlichen Aminosäuren in ausreichender Menge. Man spricht deshalb von einer hohen biologischen Wertigkeit, weil der Körper dieses Eiweiß gut für den eigenen Aufbau nutzen kann.

Zu den klassischen tierischen Eiweißquellen zählen Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier. Unter den empfehlenswerten Optionen gelten besonders Fisch, Geflügel und Eier sowie Milchprodukte in Maßen. Milch und Milchprodukte wie Käse und Joghurt können ohne Bedenken täglich verzehrt werden, und Fisch sollte ein- bis zweimal pro Woche auf dem Speiseplan stehen, besonders fettreiche Sorten wie Lachs und Makrele wegen ihrer Omega-3-Fettsäuren.

Beim Fleisch ist jedoch Augenmaß ratsam. Es empfiehlt sich, rotes Fleisch und Käse zu begrenzen sowie Speck, Aufschnitt und anderes verarbeitetes Fleisch zu vermeiden. Als Orientierung gelten höchstens etwa 300 Gramm Fleisch pro Woche, da ein zu hoher Verzehr mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein kann. Eiweiß aus tierischen Quellen ist also wertvoll, doch die Auswahl innerhalb dieser Gruppe macht einen Unterschied.

Die besten pflanzlichen Eiweißquellen

Pflanzliche Lebensmittel liefern mehr Eiweiß, als viele vermuten, und sie bringen meist noch Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe mit. Zu den pflanzlichen Eiweißquellen zählen vor allem Hülsenfrüchte wie Soja, Linsen und Erbsen sowie Getreideprodukte. Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen und Linsen liefern viele Eiweiße, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe und stellen zusammen mit Getreide oder Kartoffeln eine gute Alternative zu tierischen Eiweißquellen wie Fleisch oder Eiern dar.

Ein Punkt verdient dabei Beachtung. Pflanzlichen Proteinen fehlt häufig die eine oder andere unentbehrliche Aminosäure in ausreichender Menge. Getreide enthält wenig Lysin und Threonin, dafür viel Methionin, während es sich bei Hülsenfrüchten genau umgekehrt verhält. Durch das Kombinieren beider Gruppen gleichen sich diese Lücken aus. Konkrete Beispiele sind Linsengemüse mit Reis oder Erbseneintopf mit Brot. So können auch Menschen, die keine tierischen Lebensmittel essen, über eine Vielfalt eiweißhaltiger pflanzlicher Lebensmittel täglich eine vollständige Versorgung erreichen.

Hier eine kompakte Übersicht guter pflanzlicher Eiweißquellen:

  • Hülsenfrüchte: Linsen, Erbsen, Kichererbsen, Bohnen und Sojabohnen gehören zu den ergiebigsten pflanzlichen Eiweißquellen und sind zugleich fettarm.
  • Soja und Tofu: Sojabohnen und daraus hergestellte Produkte wie Tofu liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß und lassen sich vielseitig verwenden.
  • Getreide und Vollkornprodukte: Hafer, Vollkornbrot, Vollkornnudeln und Pseudogetreide wie Quinoa tragen zur Eiweißversorgung bei, besonders in Kombination mit Hülsenfrüchten.
  • Nüsse und Samen: Mandeln, Walnüsse, Kürbis- und Sonnenblumenkerne liefern Eiweiß, bringen allerdings auch mehr Fett mit.

Wer pflanzenbetont isst, sollte zugleich auf andere Nährstoffe achten, die in tierischen Lebensmitteln reichlich vorkommen, etwa Eisen. Dazu finden Sie Hinweise im Beitrag über Lebensmittel mit Eisen und über Lebensmittel mit Kupfer.

Eiweißreich und zugleich fettarm: praktische Beispiele

Viele Menschen suchen gezielt nach Lebensmitteln mit viel Eiweiß und wenig Fett. Der Grund liegt auf der Hand: So lässt sich der Eiweißbedarf decken, ohne zugleich viel Energie und gesättigte Fettsäuren aufzunehmen. Ein einprägsamer Vergleich macht das deutlich. Ein etwa 113 Gramm schweres Rumpsteak liefert rund 33 Gramm Eiweiß, bringt aber auch etwa 5 Gramm gesättigte Fettsäuren mit, während Lachs eine vergleichbare Eiweißmenge mit nur etwas mehr als 1 Gramm gesättigtem Fett liefert. Das zeigt: Es kommt nicht nur auf das Eiweiß an, sondern auf das gesamte Paket.

Genau dieses Bild lässt sich mit dem Begriff des Eiweiß-Pakets beschreiben. Mit eiweißreichen Lebensmitteln essen wir immer auch alles andere mit, was darin steckt, etwa unterschiedliche Fette, Ballaststoffe und Natrium. Dieses Paket macht für die Gesundheit oft den eigentlichen Unterschied. Deshalb ist es ratsam, eher Fisch, Geflügel, Bohnen und Nüsse zu wählen.

Zu den eiweißreichen und zugleich eher fettarmen Optionen, die sich aus den Quellen ableiten lassen, zählen:

  • Geflügel: Hähnchen- und Putenbrust ohne Haut liefern viel Eiweiß bei vergleichsweise wenig Fett.
  • Fisch und Meeresfrüchte: Viele Fischsorten liefern hochwertiges Eiweiß, fettreiche Sorten wie Lachs zudem günstige Omega-3-Fettsäuren.
  • Eier: Eier sind eine kompakte Eiweißquelle und in Maßen regelmäßig geeignet.
  • Magere Milchprodukte: Joghurt ist gegenüber Käse oft die fettärmere Wahl, dazu kommen magerer Quark und fettarme Milch.
  • Hülsenfrüchte: Linsen, Bohnen und Erbsen sind von Natur aus eiweißreich und fettarm und liefern zusätzlich Ballaststoffe.

Wer auf das Fett achten möchte, kann also gezielt zu diesen Lebensmitteln greifen, statt das Eiweiß vor allem über fettreiches rotes Fleisch oder Käse zu decken. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und genügend Gemüse runden eine ausgewogene Mahlzeit ab.

Teller mit gegrillter Hähnchenbrust, Lachsfilet, einer Schale Linsen und einem Becher Naturjoghurt als Beispiele für eiweißreiche und fettarme Lebensmittel
Geflügel, Fisch, Hülsenfrüchte und magerer Joghurt liefern viel Eiweiß bei vergleichsweise wenig Fett.

Tipps zum Kombinieren und worauf man achten sollte

Aus den fachlichen Empfehlungen lassen sich einige praktische Grundsätze ableiten, die den Alltag erleichtern. Der erste ist Vielfalt. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit einem ausgewogenen Verzehr pflanzlicher und tierischer Lebensmittel ist sinnvoll, wobei der Anteil pflanzlicher Lebensmittel insgesamt überwiegen darf. Hülsenfrüchte sollten mindestens einmal pro Woche auf dem Speiseplan stehen.

Der zweite Grundsatz betrifft das Kombinieren pflanzlicher Quellen. Es ist nicht nötig, in jeder einzelnen Mahlzeit auf eine perfekte Aminosäuremischung zu achten. Getreide und Hülsenfrüchte ergänzen sich über den Tag verteilt gut, etwa Reis mit Linsen oder Brot mit Erbseneintopf. Über den Tag hinweg gleicht sich das Profil aus.

Der dritte Punkt ist die Frage nach Spezialprodukten. Spezielle High-Protein-Produkte sind für die meisten Menschen überflüssig, weil sich der Bedarf über herkömmliche Lebensmittel decken lässt. Wer die Vielfalt normaler Lebensmittel nutzt, bekommt genug Eiweiß und spart sich das Geld für meist teurere Produkte. Selbst Menschen mit höherem Bedarf, etwa im Alter oder beim Leistungssport, können diesen in der Regel über normale proteinreiche Lebensmittel decken.

Schließlich ein wichtiger Hinweis zur Vorsicht. Für gesunde Menschen ist eine ausgewogene Eiweißzufuhr über normale Lebensmittel unproblematisch. Bei bestimmten Vorerkrankungen, vor allem an den Nieren, kann die Eiweißmenge jedoch eine Rolle spielen und sollte ärztlich besprochen werden. Wer eine chronische Erkrankung hat, sollte die für sich passende Menge nicht selbst festlegen, sondern ärztlich oder ernährungsfachlich klären. Dieser Artikel gibt bewusst keine individuellen Vorgaben und keine Diagnose. Bei unklaren Beschwerden wie anhaltenden Kopfschmerzen oder Schlaflosigkeit, die manche fälschlich mit der Ernährung in Verbindung bringen, ist ohnehin eine ärztliche Abklärung der bessere Weg, und auch Infekte wie eine Grippe oder eine Behandlung mit Antibiotika gehören in ärztliche Hände.

Zusammenfassung: das Wichtigste in Kürze

Eiweiß ist ein unverzichtbarer Baustein, der dem Körper Aminosäuren und Stickstoff für den Aufbau von Zellen, Gewebe, Enzymen, Hormonen und Antikörpern liefert. Als allgemeine Orientierung gelten für Erwachsene bis 65 Jahre etwa 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht und Tag und ab 65 Jahren etwa 1,0 Gramm, doch das sind Richtwerte und keine starre Vorgabe. Zu den eiweißreichen Lebensmitteln zählen Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier ebenso wie pflanzliche Quellen, vor allem Hülsenfrüchte wie Soja, Linsen und Erbsen sowie Getreideprodukte. Tierisches Eiweiß enthält in der Regel alle unentbehrlichen Aminosäuren, pflanzliches lässt sich durch Kombination, etwa Getreide mit Hülsenfrüchten, gut ergänzen. Wer auf das Fett achten möchte, greift eher zu Geflügel, Fisch, Eiern, magerem Joghurt und Hülsenfrüchten, die viel Eiweiß bei wenig Fett liefern. Spezielle High-Protein-Produkte sind für die meisten überflüssig. Vielfalt und Ausgewogenheit sind der beste Weg. Bei Vorerkrankungen, etwa der Nieren, gehört die passende Eiweißmenge in ärztliche Hände, und dieser Artikel ersetzt keine ärztliche oder ernährungsfachliche Beratung.

Häufig gestellte Fragen

Welche Lebensmittel enthalten am meisten Eiweiß?

Zu den guten Eiweißlieferanten zählen Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier sowie Hülsenfrüchte wie Soja, Linsen und Erbsen und Getreideprodukte. Auch Geflügel, Bohnen und Nüsse gelten als empfehlenswerte Proteinquellen. Eine abwechslungsreiche Mischung aus tierischen und pflanzlichen Quellen deckt den Bedarf für die meisten Menschen gut ab.

Wie viel Eiweiß sollte ich am Tag essen?

Als Referenzwert für Erwachsene bis 65 Jahre gelten etwa 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht und Tag, das entspricht ungefähr 57 Gramm für Männer und 48 Gramm für Frauen. Für Menschen ab 65 Jahren wird ein Schätzwert von etwa 1,0 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht angegeben. Diese Werte sind eine allgemeine Orientierung und keine starre Vorgabe. Der individuelle Bedarf kann ärztlich oder ernährungsfachlich eingeschätzt werden.

Was ist der Unterschied zwischen tierischem und pflanzlichem Eiweiß?

Tierische Proteine enthalten in der Regel alle unentbehrlichen Aminosäuren in ausreichender Menge. Pflanzlichen Proteinen fehlt häufig die eine oder andere Aminosäure in ausreichender Menge. Das lässt sich durch geschickte Kombination ausgleichen, etwa Getreide mit Hülsenfrüchten. Beide Wege können den Eiweißbedarf decken.

Welche Lebensmittel sind eiweißreich und gleichzeitig fettarm?

Zu den mageren Eiweißquellen zählen unter anderem Geflügel, Fisch und Meeresfrüchte, Eier, Hülsenfrüchte sowie Milchprodukte, wobei Joghurt gegenüber Käse oft die fettärmere Wahl ist. So liefert etwa Lachs ähnlich viel Eiweiß wie ein Steak, aber deutlich weniger gesättigte Fettsäuren. Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen sind von Natur aus eiweißreich und fettarm.

Brauche ich High-Protein-Produkte oder Eiweißpulver?

Bei den meisten Menschen lässt sich der Eiweißbedarf über herkömmliche Lebensmittel decken, sodass spezielle High-Protein-Produkte in der Regel überflüssig sind. Selbst Menschen mit höherem Bedarf, etwa im Alter oder beim Leistungssport, können diesen meist über normale proteinreiche Lebensmittel decken. Ob ein Präparat im Einzelfall sinnvoll ist, klärt am besten eine ärztliche oder ernährungsfachliche Beratung.

Können Vegetarier und Veganer genug Eiweiß bekommen?

Ja, das ist möglich. Menschen, die keine tierischen Lebensmittel essen, können über eine Vielfalt eiweißhaltiger pflanzlicher Lebensmittel täglich eine vollständige Versorgung erreichen. Als pflanzliche Eiweißquellen eignen sich Hülsenfrüchte, Soja und Getreide, die sich gut kombinieren lassen, etwa Linsen mit Reis oder Erbseneintopf mit Brot.

Sind Hülsenfrüchte eine gute Eiweißquelle?

Ja. Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen und Linsen liefern viele Eiweiße, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Sie gelten zusammen mit Getreide oder Kartoffeln als gute Alternative zu tierischen Eiweißquellen wie Fleisch oder Eiern und sollten mindestens einmal pro Woche auf dem Speiseplan stehen.

Wer hat einen erhöhten Eiweißbedarf?

Einen erhöhten Bedarf haben unter anderem Menschen ab 65 Jahren, Schwangere und Stillende sowie Leistungssportlerinnen und Leistungssportler mit mehreren Stunden Training pro Woche. Für Schwangere gelten als Orientierung etwa 0,9 bis 1,0 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht, für Stillende etwa 1,2 Gramm. Diese Angaben sind allgemeiner Natur. Individuelle Fragen klärt eine ärztliche Beratung.

Muss man pflanzliche Eiweiße in jeder Mahlzeit kombinieren?

Nein, das ist nicht zwingend nötig. Die unterschiedlichen Aminosäureprofile pflanzlicher Lebensmittel lassen sich über den Tag verteilt ausgleichen, etwa indem man Getreide und Hülsenfrüchte regelmäßig im Speiseplan kombiniert. Eine insgesamt abwechslungsreiche Kost ist wichtiger als die perfekte Kombination in einer einzelnen Mahlzeit.

Was bedeutet das Eiweiß-Paket bei Lebensmitteln?

Mit eiweißreichen Lebensmitteln essen wir immer auch alles andere mit, was darin steckt, etwa unterschiedliche Fette, Ballaststoffe und Natrium. Dieses Eiweiß-Paket macht für die Gesundheit oft den Unterschied. Deshalb ist es ratsam, eher Fisch, Geflügel, Bohnen und Nüsse zu wählen und rotes Fleisch sowie verarbeitetes Fleisch zu begrenzen.

Kann zu viel Eiweiß schaden?

Für gesunde Menschen ist eine ausgewogene Eiweißzufuhr über normale Lebensmittel unproblematisch. Bei bestimmten Vorerkrankungen, etwa der Nieren, kann die Eiweißmenge jedoch eine Rolle spielen. Wer eine Nierenerkrankung oder andere chronische Erkrankungen hat, sollte die für sich passende Eiweißmenge ärztlich klären. Dieser Artikel gibt keine individuellen Vorgaben und ersetzt keine Beratung.

Ersetzt eiweißreiche Ernährung eine ärztliche Beratung?

Nein. Dieser Artikel fasst allgemeine Informationen aus öffentlich zugänglichen Quellen zusammen und dient der Aufklärung. Er ersetzt keine ärztliche oder ernährungsfachliche Beratung und stellt keine Diagnose. Bei Fragen zu Ihrem persönlichen Eiweißbedarf, zu Vorerkrankungen oder zu Nahrungsergänzungsmitteln wenden Sie sich an Fachpersonal.

Literaturverzeichnis
  1. Referenzwerte für die Proteinzufuhr (Deutsche Gesellschaft für Ernährung, DGE)
  2. Ausgewählte Fragen und Antworten zu Protein und unentbehrlichen Aminosäuren (Deutsche Gesellschaft für Ernährung, DGE)
  3. Protein (Harvard T.H. Chan School of Public Health, The Nutrition Source)
  4. Gesunde Ernährung (gesund.bund.de, Bundesministerium für Gesundheit)
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Autor

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